Samaipata

Santa Cruz de la Sierra ist ein beliebter Ausgangspunkt für Touren. Auf Grund unserer eigenen Erfahrung wollen wir diese Touren empfehlen:

Samaipata

Wir bezeichnen Samaipata als das „Südtirol von Bolivien“. Was viele mit Ruhe und Erholung und Natur pur verbinden, wenn sie an Südtirol denken, lässt sich genauso übertragen auf Samaipata.

Schon der Name schließt diese Empfindungen ein, da „Samaipata“ nichts anderes heißt als „Ruhe in der Höhe“. Allein die Fahrt von Santa Cruz nach Samaipata ist ein Spektakel. Sie können entweder mit dem Bus nach Samaipata fahren oder auch für 25 Bolivianos mit einem Sammeltaxi, was empfehlenswerter ist. Sie verlassen Santa Cruz im Westen, fahren in die Berge mit markanten steilen, rötlichen Felsen und nach rund 2,5 bis 3 Stunden gelangen Sie in Samaipata an. Für Samaipata sprechen sein mildes Klima und eine absolute Natur!

Felsenformation auf dem Weg nach SamaipataWarum Samaipata so beliebt ist? Da gibt es mehrere Dinge aufzuzählen: Zum einen kann man sich in Samaipata problemlos Pferde ausleihen, um das kleine Örtchen und die Natur auf eigene Faust zu erkunden. Außerdem werden geführte Touren zu wunderschöne Wasserfällen („cascadas“)und in ein Naturschutzgebiet angeboten. Auf einem Flecken in diesen Naturschutzgebiet herrschen für Farne die optimalen Bedingungen zum Wachsen und so ist der Farnenwald („bosque de helechos gigantes“) einer wenigen Plätze auf der Erde, in denen ein Farn neben dem anderen mehrere Meter hoch aus dem Boden schießen und mit ihren gigantisch ausladenden Zweigen eine kühlen Schatten spenden. In den Bergen rund um Samaipata sind auch Kondore zu sichten. Am sogenannten Condor Hike wartet man am Rand in eine Schlucht auf diese gigantische Vögel – und plötzlich treibt die Thermik diese neugierigen Vögel nur wenige Meter über die Wanderer hinauf in die Lüfte – ein absolut atemberaubender Moment, wenn wie aus dem nichts dieser gigantische Vogel an dir vorbeizieht. Generell ist Samaipata auch ein guter Ausgangspunkt für Touren in den im Norden gelegenen Amboró Nationalpark.

Ein weiteres Highlight bietet Samaipata für Fans von Che Guevara. In der Nähe von Samaipata, in Vallegrande, liegt der als Ernesto Guevara de la Serna in Argentinien geborene Revolutionär begraben und ist eine Pilgerstätte für seine Anhänger.

Schon in der Vergangenheit erwies sich Samaipata als wichtiger Schauplatz. Nur wenige Kilometer vom Ort entfernt legt eine als Denkmal und sogar UNESCO Weltkulturerbe geschützte Inkastätte mit Namen „Fuerte de Samaipata“. Über dessen damaligen Zweck zur Zeit der Inkas streitet man sich, immer wieder sind dort Forscher anzutreffen, die dem ewigen Geheimnis auf die Spur kommen wollen. Objekt für Untersuchungen ist hierfür ist ein rund 200 Meter langes und 40 Meter breites Felsplateau, in dem verschiedene Rillen, Symbole und Tiere eingemeißelt wurden.

Unterkünfte in Samaipata gibt es genügend. Am schönsten ist es in einer Art Hotelanlage direkt am Berg. Diese Hotelanlage ist aufgebaut wie ein kleines, nettes südamerikanisches Städtchen mit einer kleinen Dorfkirche und verschiedenen kleinen Häusern, die verschiedene Handwerkbetriebe darstellen. In diesen kleinen Häuschen befinden sich die Ferienwohnungen. Diese Hotelanlage wurde vor kurzem neugebaut und wegen der exponierten Lage hat man einen wunderschönen Ausblick. Aber auch im Ort selber gibt es verschiedene, sogar deutschsprachige Betreiber von kleinen Cabañas und Ferienhäuser bzw. Ferienwohnungen, was für alle Urlauber angenehm ist, die nicht viel übrig haben für Hotelurlaub. Samaipata ist auf jeden Fall einen Abstecher wert! Einerseits ist Samaipata optimal, um wenige Tage vor der Abreise noch die Seele baumeln zu lassen und sich von den Strapazen der Reise durch Bolivien zu erholen, andererseits besticht es durch das enorme Angebot an Sehenswürdigkeiten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.